Start RSS
20 | 10 | 2016
Hauptmenü
Rückblick
Andere Initiativen
RSS Feeds
Breites Bündnis fordert Stopp des Planverfahrens für größtes Klimakiller-Projekt in Niedersachsen
Montag, 25. Februar 2018 um 20:37


Gemeinsame Pressemitteilung von BUND Stade, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace Hamburg, NABU Stade, Bürgerinitiative Stade-Altes Land, Bürgerinitiative Haseldorfer Marsch und klima-allianz deutschland

Beginn der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplanverfahren für DOW-Kohlekraftwerk / Protestaktion mit CO2-Wolke vor Stader Rathaus/ Energiewende-Vorzeigeprojekt für industrielle Stromerzeugung in Stade möglich

Stade/Berlin/Hamburg, 25.02.2013 - Zum Auftakt der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplanverfahren für das vom Chemieriesen DOW geplante Steinkohlekraftwerk im niedersächsischen Stade bestärkt ein breites Bündnis verschiedener Organisationen seine Kritik an dem energie- und klimapolitisch unverantwortlichen Projekt. Unter dem Motto „Energiewende Know-how statt Kohleschmutz der DOW“ protestieren die Umweltverbände BUND, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace und NABU gemeinsam mit lokalen Bürgerinitiativen und dem Bündnis klima-allianz deutschland vor dem Stader Rathaus mit einer riesigen, symbolischen CO2-Wolke gegen das geplante Kohlekraftwerk und fordern die Einstellung  des Verfahrens durch den Stader Rat. 

„Mit bis zu 5 Millionen Tonnen CO2 jährlich würde das DOW-Kohlekraftwerk die Treibhausgasemissionen der Region auf einen Schlag mehr als verzehnfachen“, kritisiert  Silke Hemke, Sprecherin des Kreisverbands Stade des BUND. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Stadt Stade das größte Klimasünder-Projekt Niedersachsens unterstütze und damit die  eigenen Klimaschutzbemühungen  zunichtemache.

 
Unterlagen Kohlekraftwerk Dow Chemical liegen aus
Montag, 25. Februar 2018 um 08:49


Die Unterlagen zum Kohlekraftwerk Dow Chemical liegen nun aus:


von Montag dem 25. Februar bis Montag dem 25. März


im Stader Rathaus
Die Originalpläne liegen im Rathaus, Hökerstraße 2, in der Halle im 1. Obergeschoss während folgender Zeiten öffentlich aus:
montags bis mittwochs: 8.30 - 15:30 Uhr
donnerstags: 8.30 - 18.00 Uhr
freitags: 8:30 - 12.00 Uhr

und im Internet (Stadt Stade)

www.stadt-stade.info/bauen--stadtentwicklung/oeffentliche-auslegung-nach--3-2-baugb-vom-25-februar-bis-25-maerz-2013/did_2438379.html


Zum Auftakt findet eine Aktion am 25.Februar um 11.00 Uhr auf dem Dabelow-Platz statt.
Wir wollen damit auf die Auslegung und die Einwendungsmöglichkeiten aufmerksam machen.

Es gibt Flyer für Sammeleinwendungen (I) und einen Einwendungsgenerator (II) als Hilfestellung für eine individuelle Einwendung. Ihr findet ihn unter: www.stade-zukunftsfaehig.de

I .Sammeleinwendungen
Stände zum Sammeln von Unterschriften finden an den folgenden Samstagen statt – 2.3./9.3./16.3./23.3. - (auf dem Dabelow-Platz oder Ecke Pferdemarkt/Sattelmacherstraße. Jeweils von 10.00 bis 13.00 Uhr.) Wir brauchen dringend noch Menschen, die an den Ständen mithelfen. Bitte meldet euch bei  den unten genannten Adressen.
Der Flyer mit der Unterschriftenliste wird auch mit dem Stader Tageblatt verteilt.
Für alle, die außerhalb des Bereiches des Stader Tageblatts wohnen, bzw. weitere Unterschriften sammeln möchten und können: 
Bitte meldet euch beim BUND oder bei Silke Hemke.
Es ist unbedingt notwendig, noch weitere Unterschriften zu sammeln. Motiviert Freunde  und Bekannte, vielleicht gibt es auch Veranstaltungen, auf denen Unterschriften gesammelt werden können. Bitte auch daran denken, die Unterschriftenlisten wieder einzusammeln und zurückzuschicken – bis spätestens 21. März. Sie sollen dann gesammelt der Bürgermeisterin in
Stade übergeben werden. Die Sammeleinwendungen sind vorwiegend eine politische Demonstration

II. Individuelle Einwendungen:
Es ist im Prinzip natürlich besser eine individuelle Einwendung zu schreiben. Man bekommt dadurch auch einen Rechtsstatus. Hier sollte besonders die persönliche Betroffenheit deutlich werden. Hilfen dazu bietet der o.a. Einwendungsgenerator. Bitte möglichst eine kurze Nachricht an uns geben, damit wir eine ungefähre Übersicht haben, wie viele Einwendungen geschrieben worden sind.
In dieser Phase können die Einwendungen überregional, also in ganz Deutschland, gesammelt werden. Von den CO2 Emissionen wären ja auch alle betroffen

Adressen:
BUND
Tel: 04142/63333 Mo-Fr 14-17.00 Uhr
Am Bohrfeld 8, 21684 Stade
e-mail: kontakt@BUND.Stade.net Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Silke Hemke:
e-mail: silkeulrichhemke@t-online.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
                     
Individuelle Einwendung: www.stade-zukunftsfaehig.de
               
 
Rot-Grün knickt bei der Kohle ein
Mittwoch, 20. Februar 2018 um 20:04

Wir dokumentieren einen lesenswerten Artikel von klimaretter.info vom 13.02.2013 zum Ausgang der Koalitionsverhandlungen in Niedersachsen:

Am heutigen Dienstag hat die neue niedersächsische Landesregierung ihren Koalitionsvertrag veröffentlicht. Klimaschutz und die angekündigte Agrarwende stehen ganz oben auf der Liste der rot-grünen Ziele. Einen klaren Ausstieg aus der Kohleenergie wird es jedoch nicht geben. Kritiker des geplanten Steinkohlekraftwerkes in Stade zeigen sich enttäuscht.

Von Haidy Damm


In der Präambel des rot-grünen Koalitionsvertrages von Hannover ist der Klimaschutz bereits der zweite Punkt: Knappe natürliche Ressourcen, die Gefahr des globalen Klimawandels und die Energiewende machen einen grundlegenden Umbau der Industriegesellschaft und eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik notwendig, heißt es da. In einem entscheidenden Punkt jedoch bleibt der Vertrag weit hinter anderen rot-grünen Regierungsvereinbarungen zurück. Denn nach der Formulierung zu Kohlekraftwerken ist der Weiterbau des Steinkohlekraftwerks in Stade weiter möglich. So will die Landesregierung "konventionelle fossile Kraftwerke zur Abdeckung von Spitzenlast oder industriellen Prozessen nur noch genehmigen, wenn der Wirkungsgrad mindestens 55 Prozent erreicht". Das geplante Kraftwerk von Dow Chemical hat einen Gesamtwirkungsgrad von knapp 60 Prozent.

Aus Sicht von Klimaschützern ein enttäuschendes Ergebnis. "Damit rollt die neue Landesregierung einer veralteten Technik den roten Teppich aus, statt auf neue Technologien zu setzen", kritisiert Daniela Setton, Referentin für Energiepolitik bei der Klimaallianz. Das geplante Steinkohlekraftwerk werde jährlich 5,2 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, dieser Fakt sei nicht wegzureden. "Andere rot-grüne Landesregierungen sind da weitaus entschiedener." So hat die schleswig-holsteinische Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, sich über den Bundesrat für einen Mindestwirkungsgrad von 57 Prozent für neue Kraftwerke einzusetzen. "Wir werden im Bundesrat alle Initiativen ablehnen, die den Neubau von Kohlekraftwerken erleichtern", heißt es darin kämpferisch.

Eine ähnlich klare Haltung in Hannover hätte sich auch die Bürgerinitiative Altes Land gewünscht. Ihr Sprecher Adolf Meyer zeigte sich gegenüber klimaretter.info enttäuscht: "Nach den Wahlaussagen hätten wir ein anderes Ergebnis erwartet." Es scheine, so Meyer, als sei der Passus extra für das Dow-Kraftwerk formuliert worden, statt auf andere technische Möglichkeiten wie den Ausbau des bereits vorhandenen Gaskraftwerks zu setzen.
 
Banner
Banner
Banner