Der große Wurf fehlt Drucken
Mittwoch, 18. Juli 2012 um 22:51

Leserbrief von Adolf Meyer, BI Stade - Altes Land, vom 3.7.2012 im Stader Tageblatt zu den Artikeln "Stade auf dem Weg zur Klimastadt" und "Immer wieder die Zukunft an der Elbe neu erfinden" (TAGEBLATT vom 25. Juni)


Stade auf dem Weg zur Klimastadt – und wer will's verderben…? "Immer wieder die Zukunft an der Elbe neu erfinden" titelt Herr Kappelt ein wenig orakelnd im Bericht über den 40. Geburtstag der Dow in Stade und spricht auch davon, dass Energie eine Herausforderung sei. Die letzte Aussage ist wohl wahr. Wie handelt Dow?
Zuletzt werden fünf Elektro-kleinwagen pressewirksam in Dienst gestellt. Die Fiat 500 sind aber eher Trippelschritte, mit denen Dow werbewirksam den Umweltgedanken des Unternehmens propagieren will.
Amerikanisch nennt man solch eine Aktion wohl "Peanuts". Der ökologische "große Wurf" fehlt noch. Oder soll der etwa das geplante Kohlekraftwerk sein? Ein umweltbewusster Energieschub für die Klimastadt Stade?
Wirkliche Energiewende ist für die Zukunft an der Elbe und weltweit gefordert. Eine Technik die gewährleistet, dass der CO2-Fußabdruck der Dow beim Vorangehen in die Zukunft der Klimastadt Stade nicht die übrige positive Bilanz der anderen in der Stadt zertritt – so in der Gangart eines Kohlekraftwerks – Dinosauriers.
Dazu eine Empfehlung – um auch die CO2 –Einsparung der fünf Fiats wirklich wirkungsvoll zu toppen: Die Firma Siemens baut in Düsseldorf das effizienteste Gaskraftwerk der Welt mit einem Wirkungsgrad von 85 Prozent. Nun mal los, Dow! Solch eine beispielhafte technische Lösung als konventionelles Kraftwerk wäre doch eine wirkliche Werbung für die corporate responsibility des Unternehmens und ein angemessener Schritt beim gemeinsamen Weg zur Klimastadt Stade.