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Kein neues Kohlekraftwerk in Stade – und konsequent auf erneuerbare Energien setzen! Drucken E-Mail
Samstag, 15. September 2012 um 20:27

Pressemitteilung der BI Stade-Altes Land zu "Eon baut kein Kohlekraftwerk in Stade" vom 12.09.2012

Kein neues Kohlekraftwerk in Stade – und konsequent auf erneuerbare Energien setzen!

Die BI Stade –Altes Land begrüßt ausdrücklich die Entscheidung von Eon.

Im Rahmen der Energiewende hat sich die Geschäftsleitung von Eon nun auch betriebswirtschaftlich  gegen den Bau von neuen Kohlekraftwerken entschieden und setzt auf erneuerbare Energien. Dieses wird von der  BI Stade –Altes Land ausdrücklich begrüßt. Die Entscheidung  des Unternehmens bestätigt auch die von der BI seit Jahren vorgetragenen Argumente: Kohlekraftwerke sind gesundheitsschädigend, umweltunverträglich und in der Folge mit hohen volkswirtschaftlichen Kosten verbunden. Erneuerbare Energie gilt es mit aller Kraft zu nutzen!

Was bleibt für die Energieversorgung insgesamt und speziell für die Industrie, wie beispielsweise die  DOW in Stade,  im Rahmen der Energiewende politisch zu bedenken?

Die Bürgermeisterin möchte in Stade gern "ein Modellprojekt als ein Beispiel für die Energiewende". Das entspricht auch unserer Intention und dieses gilt es zeitnah umzusetzen.  Dazu muss allerdings und vor allem  auch die weitere Dow-Planung genutzt werden.

Zur Zeit will die Dow noch ein Kraftwerk bauen, das durch eine Kombination von ca. 80%Kohle, und ca. 20%  Gas und Wasserstoff, verbunden mit Kraft-Wärmekopplung, einen  Wirkungsgrad von 60 Prozent der eingesetzten Energie erreicht.
 
Das geht besser, nämlich mit einem Wirkungsgrad von 80%!  Die DOW setzt diese Technik  auch schon in einem kleinen Gaskraftwerk ein. Auf dieser technologischen Basis  bietet  sich die Entwicklung eines Leuchtturmprojekts  für den Energiestandort Stade an. Ein flexibel einsetzbares großes Gaskraftwerk mit Kraftwärmekopplung, das vorrangig mit Gas aus der "Power–to–Gas  Technologie"  betrieben wird. Dieses Gas (Wasserstoff, Methan) wird  mit Wind – und Sonnenstrom in Zeiten der Überproduktion über Elektrolyse und Weiterverarbeitung erzeugt. Ein Vorteil: Bei der DOW steht Wasserstoff bereits als "Abfall" aus der Produktion zur Verfügung. Die Speicherung der Gase kann  in ausgesolten  Kavernen der Saline und der DOW erfolgen.

Dieses Modellprojekt in Stade im Rahmen der Energiewende könnte sowohl Standortsicherung und  -entwicklung , als auch  Sicherung  und Schaffung von Arbeitsplätzen bedeuten. Es wäre ein wahres Leuchtturmprojekt mit breiter Wirkung und werbewirksamer Strahlkraft für unsere Stadt Stade und die Region.