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Die Energiezukunft - sofort ohne neue Kohlekraftwerke Drucken E-Mail
Freitag, 08. April 2011 um 08:34

aus Süddeutsche Zeitung vom 16.3.2011, http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/moratorium-widerstand-gegen-abschaltungen-atomkonzerne-auf-konfrontationskurs-zu-merkel-1.1073024
Foto: http://www.welt.de/print/welt_kompakt/kultur/article12871524/Ende-der-Atomenergie-2017-moeglich.html

Die Energiezukunft - sofort ohne neue Kohlekraftwerke, ab 2017 ohne AKW
sagt Jochen Flasbarth , Präsident des Umweltbundesamtes

"Schon in 6 Jahren könne in Deutschland der Ausstieg aus der Atomenergie abgeschlossen sein, sofern es politisch gewollt wäre.
Der Energiemix bestünde aus regenerativen Energiequellen sowie besser ausgenutzten vorhandenen Kohle- und Gaskraftwerken.
Neubauten wären nicht erforderlich.
Bis 2050 könne Deutschland vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten und zu 100 Prozent Strom regenerativ erzeugen."

Hier das weitere Interview der Süddeutschen Zeitung:
Die Bundesrepublik kann nach Berechnungen des Umweltbundesamtes problemlos auf neun Kernkraftwerke verzichten. "Dies ist ohne Einschränkungen der Versorgungssicherheit und ohne zusätzliche Stromimporte möglich", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, der Süddeutschen Zeitung. Neben den sieben ältesten Kernkraftwerken könne so auch jetzt schon das Kernkraftwerk Krümmel stillgelegt werde. Krümmel steht nach Zwischenfällen seit Jahren schon still. Als Begründung führt das Umweltbundesamt die großen Überkapazitäten im deutschen Kraftwerkspark an. Derzeit gebe es eine überschüssige Kapazität von 15 Gigawatt.
Ein völliger Atom-Ausstieg ist den Berechnungen zufolge schon im Jahr 2017 möglich. Dazu seien über die im Bau befindlichen Kraftwerke hinaus keine weiteren Kohlekraftwerke nötig, sagte Flasbarth. Voraussetzung sei ein weiterer Ausbau erneuerbarer Energien und der bereits geplante Ausbau von effizienten Blockheizkraftwerken und Gaskraftwerken. "Mit wesentlich höheren Kosten durch die Energiewende müssen wir nicht rechnen", so Flasbarth. Bis 2050 lasse sich der komplette Strombedarf Deutschlands aus erneuerbaren Quellen decken.

Diese Aussagen finden sich auch zum Nachhören  in einem Interview mit dem UBA-Chef von NDR Info  am 29.03.11 wieder:
http://www.bi-stade-altesland.de/mp3/20110329_ndr_info_flasbarth_interview.mp3