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Bürgerinitiative Stade - Altes Land
Breites Bündnis fordert Stopp des Planverfahrens für größtes Klimakiller-Projekt in Niedersachsen Drucken E-Mail
Montag, 25. Februar 2013 um 20:37


Gemeinsame Pressemitteilung von BUND Stade, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace Hamburg, NABU Stade, Bürgerinitiative Stade-Altes Land, Bürgerinitiative Haseldorfer Marsch und klima-allianz deutschland

Beginn der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplanverfahren für DOW-Kohlekraftwerk / Protestaktion mit CO2-Wolke vor Stader Rathaus/ Energiewende-Vorzeigeprojekt für industrielle Stromerzeugung in Stade möglich

Stade/Berlin/Hamburg, 25.02.2013 - Zum Auftakt der Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplanverfahren für das vom Chemieriesen DOW geplante Steinkohlekraftwerk im niedersächsischen Stade bestärkt ein breites Bündnis verschiedener Organisationen seine Kritik an dem energie- und klimapolitisch unverantwortlichen Projekt. Unter dem Motto „Energiewende Know-how statt Kohleschmutz der DOW“ protestieren die Umweltverbände BUND, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace und NABU gemeinsam mit lokalen Bürgerinitiativen und dem Bündnis klima-allianz deutschland vor dem Stader Rathaus mit einer riesigen, symbolischen CO2-Wolke gegen das geplante Kohlekraftwerk und fordern die Einstellung  des Verfahrens durch den Stader Rat. 

„Mit bis zu 5 Millionen Tonnen CO2 jährlich würde das DOW-Kohlekraftwerk die Treibhausgasemissionen der Region auf einen Schlag mehr als verzehnfachen“, kritisiert  Silke Hemke, Sprecherin des Kreisverbands Stade des BUND. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Stadt Stade das größte Klimasünder-Projekt Niedersachsens unterstütze und damit die  eigenen Klimaschutzbemühungen  zunichtemache.

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Unterlagen Kohlekraftwerk Dow Chemical liegen aus Drucken E-Mail
Montag, 25. Februar 2013 um 08:49


Die Unterlagen zum Kohlekraftwerk Dow Chemical liegen nun aus:


von Montag dem 25. Februar bis Montag dem 25. März


im Stader Rathaus
Die Originalpläne liegen im Rathaus, Hökerstraße 2, in der Halle im 1. Obergeschoss während folgender Zeiten öffentlich aus:
montags bis mittwochs: 8.30 - 15:30 Uhr
donnerstags: 8.30 - 18.00 Uhr
freitags: 8:30 - 12.00 Uhr

und im Internet (Stadt Stade)

www.stadt-stade.info/bauen--stadtentwicklung/oeffentliche-auslegung-nach--3-2-baugb-vom-25-februar-bis-25-maerz-2013/did_2438379.html


Zum Auftakt findet eine Aktion am 25.Februar um 11.00 Uhr auf dem Dabelow-Platz statt.
Wir wollen damit auf die Auslegung und die Einwendungsmöglichkeiten aufmerksam machen.

Es gibt Flyer für Sammeleinwendungen (I) und einen Einwendungsgenerator (II) als Hilfestellung für eine individuelle Einwendung. Ihr findet ihn unter: www.stade-zukunftsfaehig.de

I .Sammeleinwendungen
Stände zum Sammeln von Unterschriften finden an den folgenden Samstagen statt – 2.3./9.3./16.3./23.3. - (auf dem Dabelow-Platz oder Ecke Pferdemarkt/Sattelmacherstraße. Jeweils von 10.00 bis 13.00 Uhr.) Wir brauchen dringend noch Menschen, die an den Ständen mithelfen. Bitte meldet euch bei  den unten genannten Adressen.
Der Flyer mit der Unterschriftenliste wird auch mit dem Stader Tageblatt verteilt.
Für alle, die außerhalb des Bereiches des Stader Tageblatts wohnen, bzw. weitere Unterschriften sammeln möchten und können: 
Bitte meldet euch beim BUND oder bei Silke Hemke.
Es ist unbedingt notwendig, noch weitere Unterschriften zu sammeln. Motiviert Freunde  und Bekannte, vielleicht gibt es auch Veranstaltungen, auf denen Unterschriften gesammelt werden können. Bitte auch daran denken, die Unterschriftenlisten wieder einzusammeln und zurückzuschicken – bis spätestens 21. März. Sie sollen dann gesammelt der Bürgermeisterin in
Stade übergeben werden. Die Sammeleinwendungen sind vorwiegend eine politische Demonstration

II. Individuelle Einwendungen:
Es ist im Prinzip natürlich besser eine individuelle Einwendung zu schreiben. Man bekommt dadurch auch einen Rechtsstatus. Hier sollte besonders die persönliche Betroffenheit deutlich werden. Hilfen dazu bietet der o.a. Einwendungsgenerator. Bitte möglichst eine kurze Nachricht an uns geben, damit wir eine ungefähre Übersicht haben, wie viele Einwendungen geschrieben worden sind.
In dieser Phase können die Einwendungen überregional, also in ganz Deutschland, gesammelt werden. Von den CO2 Emissionen wären ja auch alle betroffen

Adressen:
BUND
Tel: 04142/63333 Mo-Fr 14-17.00 Uhr
Am Bohrfeld 8, 21684 Stade
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Silke Hemke:
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
                     
Individuelle Einwendung: www.stade-zukunftsfaehig.de
               
 
Rot-Grün knickt bei der Kohle ein Drucken E-Mail
Mittwoch, 20. Februar 2013 um 20:04

Wir dokumentieren einen lesenswerten Artikel von klimaretter.info vom 13.02.2013 zum Ausgang der Koalitionsverhandlungen in Niedersachsen:

Am heutigen Dienstag hat die neue niedersächsische Landesregierung ihren Koalitionsvertrag veröffentlicht. Klimaschutz und die angekündigte Agrarwende stehen ganz oben auf der Liste der rot-grünen Ziele. Einen klaren Ausstieg aus der Kohleenergie wird es jedoch nicht geben. Kritiker des geplanten Steinkohlekraftwerkes in Stade zeigen sich enttäuscht.

Von Haidy Damm


In der Präambel des rot-grünen Koalitionsvertrages von Hannover ist der Klimaschutz bereits der zweite Punkt: Knappe natürliche Ressourcen, die Gefahr des globalen Klimawandels und die Energiewende machen einen grundlegenden Umbau der Industriegesellschaft und eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik notwendig, heißt es da. In einem entscheidenden Punkt jedoch bleibt der Vertrag weit hinter anderen rot-grünen Regierungsvereinbarungen zurück. Denn nach der Formulierung zu Kohlekraftwerken ist der Weiterbau des Steinkohlekraftwerks in Stade weiter möglich. So will die Landesregierung "konventionelle fossile Kraftwerke zur Abdeckung von Spitzenlast oder industriellen Prozessen nur noch genehmigen, wenn der Wirkungsgrad mindestens 55 Prozent erreicht". Das geplante Kraftwerk von Dow Chemical hat einen Gesamtwirkungsgrad von knapp 60 Prozent.

Aus Sicht von Klimaschützern ein enttäuschendes Ergebnis. "Damit rollt die neue Landesregierung einer veralteten Technik den roten Teppich aus, statt auf neue Technologien zu setzen", kritisiert Daniela Setton, Referentin für Energiepolitik bei der Klimaallianz. Das geplante Steinkohlekraftwerk werde jährlich 5,2 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, dieser Fakt sei nicht wegzureden. "Andere rot-grüne Landesregierungen sind da weitaus entschiedener." So hat die schleswig-holsteinische Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, sich über den Bundesrat für einen Mindestwirkungsgrad von 57 Prozent für neue Kraftwerke einzusetzen. "Wir werden im Bundesrat alle Initiativen ablehnen, die den Neubau von Kohlekraftwerken erleichtern", heißt es darin kämpferisch.

Eine ähnlich klare Haltung in Hannover hätte sich auch die Bürgerinitiative Altes Land gewünscht. Ihr Sprecher Adolf Meyer zeigte sich gegenüber klimaretter.info enttäuscht: "Nach den Wahlaussagen hätten wir ein anderes Ergebnis erwartet." Es scheine, so Meyer, als sei der Passus extra für das Dow-Kraftwerk formuliert worden, statt auf andere technische Möglichkeiten wie den Ausbau des bereits vorhandenen Gaskraftwerks zu setzen.
 
Kohlekraftwerk in Stade wird jetzt konkret Drucken E-Mail
Mittwoch, 23. Januar 2013 um 21:58

 

 

Am Donnerstag den 24. Januar um 16.00 Uhr wird der Bebauungsplan für das DOW Kohlekraftwerk im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltfragen behandelt und am Montag den 4.Februar im 18.00 Uhr  soll dieser Bebauungsplan dann im Rat verabschiedet werden.


Kommt möglichst zahlreich zu den Sitzungen, damit wir zeigen können, dass wir mit dieser Planung nicht einverstanden sind.


Jeweils ca. ½ Stunden vor den Sitzungen werden wir vor dem Rathaus mit einem großen Banner stehen, um unseren Protest auszudrücken. Es wäre schön, wenn wir mit möglichst vielen Menschen dort versammelt sind.

 

Danach wird der Bebauungsplan für 4 Wochen öffentlich im Rathaus ausgelegt und alle können dazu ihre Einwendungen schreiben. Wir bereiten Sammeleinwendungen vor und einen Einwendungsgenerator (Infos dazu gibt es dann noch) . Wir werden viele Helfer/innen brauchen für die Verteilung und für Informationsstände in der Stadt.


Wer helfen kann meldet sich bitte bei:

BUND Tel.: 04141-63333 (Mo-Do 14.00-17.00) oder per mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

oder

BI Stade-Altes Land (Meyer. Tel.: 04141-65147)

 

Bitte verbreitet die Daten für die Sitzungen und die Einwendungen in eurem privaten Umfeld weiter.  

 
Energiewende – beim Kohlekraftwerk hört die Harmonie auf Drucken E-Mail
Mittwoch, 16. Januar 2013 um 21:56

In der lockeren Atmosphäre der gut besuchten Seminarturnhalle diskutierten am Dienstagabend (08. Januar 2013)  die Landtagskandidaten und Kandidatinnen von CDU, SPD, den Grünen und den Linken

In der von der Kampagne "Stade zukunftsfähig", ( Bündnis der Umweltverbände BUND und NABU, der BI Stade-Altes Land und der Klima-Allianz) , organisierten Diskussionsrunde herrschte auf dem roten Sofa große parteiübergreifende Einigkeit über die zu gestaltende Energiewende : "Ich ertappe mich dabei, bei den Äußerungen des Vertreters der Linken zu nicken", gestand Kai Seefried von der CDU.

Alle wollen den weiteren Ausbau von On-shore Windanlagen, möglichst in Bürgerhand ,eine Korrektur der Förderung von Biogasanlagen zur Eingrenzung des Maisanbaus und sehen die Notwendigkeit einer stärkeren öffentlichen Förderung von Maßnahmen zur Wärmedämmung und Energieeffizienz im privaten Wohnungsbestand. Hier gibt es offenbar einen großen gesellschaftlichen Konsens.

Kontrovers wurde es dann aber doch bei der Einschätzung der Kohlekraftwerksplanungen der DOW Chemical. Während sich Petra Tiemann (SPD) und Kai Seefried eindeutig zu den Kraftwerksplänen bekannten und das Konzept der Firma als innovativ und modern darstellten, hagelte es Kritik aus dem Publikum, dass immer wieder die Möglichkeit hatte, an der Diskussion teilzunehmen. Als Alternative wurde eindeutig ein Gaskraftwerk favorisiert, das dann auch problemlos später mit überschüssiger Windkraft nach dem "power to gas" Prinzip betrieben werden könnte. Holger Dankers von den Linken sprach bei einem Kohlekraftwerk von einer Investition, die die "Energiewende torpediere" und Ursula Männich-Polenz (Grüne), gar von einer "klimaschädlichen Dinosaurier-Technologie".

In seinem Schlusswort betonte Heiner Baumgarten, Landesvorsitzender des BUND Niedersachsen, dass nicht nur Bürgerinnen und Bürger noch einen großen Bedarf an Beratung haben, wie die Energiewende ganz konkret umzusetzen sei, sondern auch die Planer in den Kommunen. Er erwarte auch, dass die Politik die Richtung für die Energiewende und die Maßnahmen zum Klimaschutz vorgebe und dann auch die Unternehmen sich in diese Ziele  einfügen "und nicht wie die DOW im letzten Wagon der Energiewende sitzen" bleiben.
 
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