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Bürgerinitiative Stade - Altes Land
Kritik an "Umwelt im Kreis": Kein roter Teppich für die Dow! Drucken E-Mail
Mittwoch, 25. Juli 2012 um 19:28

Die Grüne Kreistags-Abgeordnete Ingrid Meyer-Schmeling kritisiert, dass in der vom Naturschutzamt des Landkreis Stade herausgegeben Zeitschrift "Umwelt im Kreis" ein verzerrtes Bild von Dow Chemical gezeichnet wird.

Der von einem Dow-Mitarbeiter verfasste Artikel lobt das Unternehmen für die Bauart neuer Verwaltungs- und Lagergebäuden, die dank Geothermie-Nutzung 65 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen werden.

In keinem Wort wird dagegen erwähnt, dass der geplante Kohlemeiler diese Einsparungen mit CO2-Emmissionen in Höhe von 4,5 Millionen Tonnen um ein Zehntausendfaches übertreffen würde. Damit wird der Dow der rote Teppich ausgelegt anstatt den neutralen Ansprüchen einer kreiseigenen Publikation gerecht zu werden, so Meyer-Schmeling.

Ein am vergangenen Montag im Hamburger Abendblatt erschienener Bericht macht nebendem deutlich, dass die seit 2007 regelmäßig in "Umwelt im Kreis" vorgenommene Vermischung von redaktionellen Beiträgen und Werbeanzeigen gegen den Kodex des deutschen Presserates verstößt.

» Lesen Sie den Artikel "Grüne kritisieren Artikel über Dow" (Hamburger Abendblatt v. 23.07.2012)

» Laden Sie hier die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift des Landkreis Stade "Umwelt im Kreis" herunter (PDF)

 

 
Kein Kohlemeiler in Brunsbüttel Drucken E-Mail
Mittwoch, 25. Juli 2012 um 19:16

!!! SEHR GUTE NACHRICHTEN AUS BRUNSBÜTTEL !!!

(aus tagblatt.de vom 19.7.2012)

Südweststrom-Gesellschafter kippen das Projekt

"Sie sind der Götterbote. Unsere Freude ist groß", rief Stephan Klose von der Brunsbütteler Bürgerinitiative "Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe" ins Telefon. Der geplante Steinkohlemeiler, gegen den die BI jahrelang kämpfte, ist gekippt. Die Gesellschafter haben das Projekt am Donnerstag beendet.

Eigentlich sollten Tag, Ort und Uhrzeit der Gesellschafterversammlung der Südweststrom Kraftwerks GmbH geheim bleiben. "Wir geben die Termine von Gesellschafterversammlungen nie bekannt", erklärte Südweststrom-Pressesprecher Alexander Raithel im Vorfeld der Sitzung unermüdlich. Dabei war der Entscheidungstag schon lange bekannt. Und auch Ort und Uhrzeit konnte der in Tübingen ansässige Stadtwerkeverbund nicht lange verbergen. Kurz nach Sitzungsbeginn im Tübinger "Casino" zog davor auch gleich Greenpeace auf – mit einem Banner, das das Ergebnis vorwegnahm: "Stadtwerke. Raus aus der Kohle!".

Tatsächlich entschieden die beteiligten Stadtwerke am Donnerstag mit Neckarblick, den Bau des Steinkohlemeilers an der Elbe „nicht weiterzuverfolgen“. In einer Pressemitteilung heißt es dazu: "Fehlende bundespolitische Gesetze mit Aussagen zur Zukunft der Stromerzeugung aus fossilen Energiequellen, die aktuell mangelnde Wirtschaftlichkeit und die Ablehnung des Projektes durch die neue Landesregierung von Schleswig-Holstein haben zu dem Beschluss geführt."
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Klimapolitisches Versagen des Landkreises Stade Drucken E-Mail
Mittwoch, 18. Juli 2012 um 23:14

Gemeinsame Pressemitteilung des BUND Niedersachsen und der Deutschen Umwelthilfe vom 13.7.2012

BUND und DUH kritisieren klimapolitisches Versagen des Landkreises Stade bei Regionalplanänderung

BUND Niedersachsen und Deutsche Umwelthilfe werfen Landkreis Stade klimapolitisches Versagen bei geplanter Regionalplanänderung vor. Statt sich Herausforderungen des Klimawandels und der Energiewende zu stellen, schaffe Landkreis Grundlagen für neue Kohlekraftwerke. Die im Landesraumordungsprogramm (LROP) vorgesehenen Kraftwerksstandorte sollten anhand energie- und klimapolitischer Eignung konkretisiert werden.

Zum Ende der Beteiligungsfrist reichten der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Landesverband Niedersachsen und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) heute beim Landkreis Stade ihre Stellungnahme zur Änderung des Regionalplans
(Regionales Raumordnungsprogramm - RROP) ein. Darin kritisieren BUND und DUH, dass der Landkreis keine geeigneten Vorgaben für den Bau neuer Großkraftwerke in Stade treffe. Stattdessen bemühe sich der Landkreis, den Weg für zwei klimaschädliche
Kohleblöcke an der Unterelbe frei zu machen.

"Der Landkreis Stade hat mittelfristig nur zwei Möglichkeiten: Entweder er bringt seine historisch gewachsene Industriestruktur und die zwingenden Erfordernisse des Klimaschutzes miteinander in Einklang und entwickelt daraus Zukunftschancen oder er fällt im nationalen
und internationalen Standortwettbewerb immer weiter zurück", sagte Stefan Ott, Stellvertretender BUND-Geschäftsführer. Wer die planerische Voraussetzungen für zwei Kohlekraftwerke schafft und gleichzeitig Klimawandel, Küsten- und Hochwasserschutz als
zentrale Herausforderungen der Regionalplanung definiert, handelt nicht nur widersinnig, sondern auch verantwortungslos, so Ott. Der gegenwärtige Regionalplanentwurf verweigere sich den energie- und klimapolitischen Herausforderungen und vergebe die Chancen
auf eine nachhaltige Entwicklung der Region.
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Der große Wurf fehlt Drucken E-Mail
Mittwoch, 18. Juli 2012 um 22:51

Leserbrief von Adolf Meyer, BI Stade - Altes Land, vom 3.7.2012 im Stader Tageblatt zu den Artikeln "Stade auf dem Weg zur Klimastadt" und "Immer wieder die Zukunft an der Elbe neu erfinden" (TAGEBLATT vom 25. Juni)


Stade auf dem Weg zur Klimastadt – und wer will's verderben…? "Immer wieder die Zukunft an der Elbe neu erfinden" titelt Herr Kappelt ein wenig orakelnd im Bericht über den 40. Geburtstag der Dow in Stade und spricht auch davon, dass Energie eine Herausforderung sei. Die letzte Aussage ist wohl wahr. Wie handelt Dow?
Zuletzt werden fünf Elektro-kleinwagen pressewirksam in Dienst gestellt. Die Fiat 500 sind aber eher Trippelschritte, mit denen Dow werbewirksam den Umweltgedanken des Unternehmens propagieren will.
Amerikanisch nennt man solch eine Aktion wohl "Peanuts". Der ökologische "große Wurf" fehlt noch. Oder soll der etwa das geplante Kohlekraftwerk sein? Ein umweltbewusster Energieschub für die Klimastadt Stade?
Wirkliche Energiewende ist für die Zukunft an der Elbe und weltweit gefordert. Eine Technik die gewährleistet, dass der CO2-Fußabdruck der Dow beim Vorangehen in die Zukunft der Klimastadt Stade nicht die übrige positive Bilanz der anderen in der Stadt zertritt – so in der Gangart eines Kohlekraftwerks – Dinosauriers.
Dazu eine Empfehlung – um auch die CO2 –Einsparung der fünf Fiats wirklich wirkungsvoll zu toppen: Die Firma Siemens baut in Düsseldorf das effizienteste Gaskraftwerk der Welt mit einem Wirkungsgrad von 85 Prozent. Nun mal los, Dow! Solch eine beispielhafte technische Lösung als konventionelles Kraftwerk wäre doch eine wirkliche Werbung für die corporate responsibility des Unternehmens und ein angemessener Schritt beim gemeinsamen Weg zur Klimastadt Stade.
 
BUND-Vorsitzende Silke Hemke kritisiert Dow-Berichterstattung Drucken E-Mail
Montag, 18. Juni 2012 um 00:00

Leserbrief von Silke Hemke, B.U.N.D. - Kreisgruppe Stade, vom18.6.2012 im Stader Tageblatt zu dem Artikel "Dow setzt auf regenerative Energien" (Tageblatt vom 15.06.2012)

Lieber Peter von Allwörden,

auch wenn die DOW Chemical sicherlich einer der wichtigsten Player in Stade ist und wichtiger Anzeigenkunde für das Stader Tageblatt, sollte die Berichterstattung nicht zu einem "Hofbericht" werden, was  leider immer wieder passiert. Gehört nicht Aufklärung und Information zu den originären Aufgaben einer Zeitung, auch einer Lokalzeitung? Eine zumindestens gewisse kritische Durchleuchtung öffentlicher Äußerungen?

Wie schön, dass der Präsident von DOW Deutschland, Herr Rolf Brinkmann, ein "Zeichen in Richtung Klimaschutz und nachhaltige Energie " setzen möchte. TÄTE ER ES DOCH!! Gerade in diesen Tagen gehen die Unterlagen für einen Bebauungsplan raus, in dem die DOW ein neues Kohlekraftwerk mit 1,2 Gigawatt Leistung bauen will. Und es bleibt ein Kohlekraftwerk, auch wenn etwas Wasserstoff und Biomasse beigefügt werden und auch wenn die politisch Verantwortlichen in  Stadt und Kreis schamhaft nur von einem "Industriekraftwerk" sprechen. Wie ein Kohlekraftwerk wird es jeden Jahr rd. 4,5 bis 5 Millionen Tonnen CO2 in die Luft blasen und dass wohl für die nächsten 50 Jahre! Jedes Jahr!

Jede weiteren Klimaschutzanstrengungen in Stadt und Land sind angesichts dieser Dimensionen im Grunde sinnlos, nur als Alibi tauglich.

Schöne Worte zu Umwelt und regenerativen Energien sind "in". Ein paar Elektroauto machen sich gut in der Presse und sind nicht teuer. Sie zeigen letztlich das schlechte Gewissen, das die Dow in dieser Anglegenheit  zu Recht hat. Ein so großer Konzern, der sich so gern modern und umweltbewusst zeigt, setzt in Stade noch auf die veraltete Kohletechnik. Es mag ja sein, dass Kohle heute noch ein wenig billiger ist als Gas. Auch das bestreiten Fachleute inzwischen. Aber es ist halt doppelt so schädlich für das Klima und unverantwortlich für unsere Zukunft. Auch Konzerne haben sich dieser Verantwortung zu stellen!
 
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